VFC-Südafrika Analyse: Cliffort Royal Racing - Um ein Haar zum perfekten Auftakt


Cliffort ist nach dem ersten Rennen die kleine Überraschung gewesen. Aleksandar Knezevic beschrieb seine Qualifikationsrunde als "Die Runde seiner Simracing-Karriere" und konnte diese Leistung in seinen ersten Sieg seit Hockenheim 2019 ummünzen. Mit Cooper McAllister vervollständigte man das Podium auf Platz drei und legte damit beinahe den besten Auftakt in der Geschichte der Königklasse der GSO hin. Neben Cliffort gelang ein ähnliches Ergebnis, nur iSimRS beim Saisonbeginn 2019. Diesen Erfolg ist man gewillt auf das nächste Rennen zu übertragen.


Teamchef Röhken, nach dem Melbourne-Rennen hoch zufrieden mit der Leistung seiner Piloten, kommt wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und steckt sich fürs Rennen in Kyalami realistische Ziele: "Die nächsten beiden Rennen werden schwer, wenn wir da ein Auto in die Top-6 bringen, wär es ok. [...] Wie ich aber von Anfang an sagte, wir müssen einfach Punkten wenn die anderen Teams Fehler machen, dies haben wir in Rennen eins getan. Machen wir das die gesamte Saison, werden wir bis zum Ende um beide Titel mitfahren!" Bis Imola müsse man dann diese Taktik fortführen und die Punkte verwalten, bis das neueste Update einen weiteren Angriff auf die Spitze zulässt.


Laut den bisherigen Zeiten auf dem Testserver muss man sich bisher aber keine Gedanken um die Konkurrenzfähigkeit machen: Zwar liegt man noch fast eine halbe Sekunde hinter den schnellsten Zeiten, allerdings konnte man schon im Albert Park zeigen, dass sich beide Cliffort-Piloten immer noch etwas steigern können. Dazu ist eine der großen Stärken des Autos dessen Rennpace, wie man anhand der Aufholjagd von Cooper McAllister durch das Feld in Melbourne sehen konnte. Auch die Pironi-Reifen scheinen dem Cliffort, gerade im Verhältnis zu Volksmobil gut zu liegen.


Aleksandar Knezevic gibt sich dementsprechend zurückhaltend optimistisch. Die Zeichen stehen für den "Bosnischen Bomber" gut, allerdings hatte man sich nach Melbourne weiter vorne gerechnet: "Im Quali fehlt vor allem noch ein Stück. [Das] Podium ist glaube ich drin, Sieg realistisch gesehen glaube ich nicht, [der] Regen könnte [das] aber durchmischen."


Nach dem Australien-Rennen konnte man bei Cliffort die Freude kaum in Grenzen halten. Ob dieser Erfolg in Kyalami diesen Sonntag zu wiederholen ist, wird sich zeigen. Die Zeichen deuten aber wieder darauf hin, dass sie wieder vorne um die Podiumsplätze mitfahren werden.


Hier gehts zu den Trainingszeiten des Südafrika GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202021


Autor: Jörn Dicks