VFC-Südafrika Analyse: Clipper - Der Pohlenz Faktor


Das Rennen in Australien war für Clipper ein zweischneidiges Schwert. Pascal Pohlenz fuhr mit seiner alternativen Strategie lange Zeit auf den Podiumsplätzen und war kurzzeitig vielleicht sogar ein Siegkandidat, als er Aleksandar Knezevic (Cliffort Racing) kurzzeitig in den ersten Kurven überholte. Auf der anderen Seite fuhr Marvin Schumacher ein für Clipper ernüchterndes Rennen. Dementsprechend wird man bei beidem im Team den Anspruch hegen, sich für das nächste Rennen zu steigern.


Bisher ist das Gesamtbild ein durchwachsenes, Pohlenz liegt in den Trainingszeiten auf dem VFC-Server bisher weiter zurück als erwartet, wird sich aber definitiv noch steigern. Schumacher scheint allerdings mit dem Auto zu hadern und steht auf dem letzten Platz. Doch dieser gibt sich für das bevorstehende Rennen optimistisch: "Aus Melbourne kann man erkennen, dass das Quali extrem wichtig war. Wenn ich die 0.8 sec, die ich im Training hatte, noch finde, sieht das ganze Rennen ganz anderes aus." Für Schumacher sei das Qualifying extenziell wichtig, um im Rennen eine gute Ausgangssituation für eine zufriedenstellende Endposition zu schaffen, weshalb er sich vor allem hierauf in Kyalami konzentrieren will.


Pascal Pohlenz hingegen scheint seine reale Schnelligkeit wieder zurückzuhalten und wird diese wohl erst in der Qualifikation bzw. im Rennen offenlegen. Mit ihm ist aber wie schon in Melbourne zu rechnen, möglicherweise auch wieder mit einer alternativen Strategie. Das Auto scheint mit den harten Pironi-Reifen besser zu funktionieren als mit den weichen, wodurch Pohlenz in Südafrika wieder für eine kleine Überraschung gut sein könnte.


Clipper ist mit Pohlenz wieder einmal das "Dark Horse" für das kommende Rennen. Zwar gelobt Marvin Schumacher an seinen Qualifikationsfähigkeiten zu schrauben, allerdings scheint es wieder darauf hinauszulaufen, dass er um die hinteren Plätze kämpfen wird. Die Kohlen aus dem Feuer wird dann Pascal Pohlenz holen müssen, der die Möglichkeiten des Wagens wieder voll auszunutzen wissen wird. Dementsprechend wird das kommende Rennen für das britische Team ein durchaus interessantes.



Hier gehts zu den Trainingszeiten des Südafrika GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202021


Autor: Jörn Dicks