VFC-Südafrika Analyse: Equipo Saldo - Mit Schwung nach Kyalami?


Der Australien Grand Prix stellte für das Equipo Saldo Team ein Rennen aus dem Kabinetto Curioso dar. Wenig lief wirklich nach Plan, viel ging schief in einer Kombination aus Pech und eigener Unkonzentriertheit. Dennoch nahm man am Ende in Form von Luca Zorn zwei Zähler mit zurück nach Spanien. Dabei profitierte man auch von den Fehlern der anderen Teams, welche die eigenen negativen Momente wieder halbwegs ausglich. Für den Schweizer konnte man so noch von einem erfolgreichen Grand Prix sprechen, ist Saldo doch von einigen Außenstehenden vor der Saison als hinteres Mittelfeld-Team eingestuft worden.


Australien zeigte hier zumindest beim Schweizer das vorhandene Potenzial. Für Jannik Maleika war es von Beginn an ein Rennen mit schwerem Stand. Erst startete der Deutsche nach seiner Mexiko Strafe von der Box aus ins Rennen, nur um anschließend von Sebastian Steinhauer (Manziel GP) weggeräumt zu werden. Die anschließende Reparatur am Heckflügel machte jegliche Punktehoffnungen schon früh zu nichte. Für ihn hätte wohl nur das Safety-Car nochmal das Blatt wenden können. Vorne hatte auch Luca Zorn seine schwierigen Momente. Erst kollidierte der Schweizer mit Yannik Barwig (Newman Racing), nur um anschließend durch einen Fahrfehler einen Unfall mit Bastian Paisler (Razor GP) auszulösen. Bei Saldo schwang somit viel Pech aber auch eigene Fahrlässigkeit im Albert-Park mit.


Was Melbourne aber auch zeigte? Das Team verfügt tatsächlich über das ihm angehangene Potenzial. Zwar zählten beide Piloten auch in Australien mal wieder nicht zu den besonders Trainingseifrigen, mit besseren Umständen wäre man aber wohl definitv in der Lage für Top-10 Platzierungen gewesen. Das wird Hoffnung geben für den kommenden Südafrika GP. Zumal man als VM-Motorenkunde die großen Probleme des Untersteuerns, welche Volksmobil selber hat, etwas eingedämmt zu haben scheint. "Wir hatten hier mit VM einen Austausch vor dem Australien GP. Haben einige der Probleme an unserem Wagen aber gefixt bekommen." sagte Maleika nach dem Saisonauftakt. In den bisherigen Trainingszeiten hält man sich bisher zwar noch etwas bedeckt, doch wird man wohl auch in Kyalami die Pace für die Punkteränge haben.


Eine große Hilfe könnte auch die Wetterprognose darstellen. Nach jetzigem Stand scheint Regen beim Südafrika GP als wahrscheinlich. Ein Umstand der schon letzte Saison immer wieder für starke Rennen eines Luca Zorns oder Jannik Maleikas sorgte. Inwieweit der starke Motor im Heck, den Regenerprobten Piloten hier einen Strich durch die Rechnung machen wird, bleibt abzuwarten.


Hier findest du die aktuellen Trainingszeiten zum Südafrika GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202021




Autor: Julian Kopp