VFC-Südafrika Analyse: Newman Racing - Kommt die Ernüchterung nach Kyalami?


Der Saisonauftakt in die VFC 2021 lief bei Newman Racing alles andere als optimal.

In Australien hieß es noch Platz sieben für Jannis Wollborn und Platz dreizehn für Yannik Barwig. Die Ziele die man sich für das Rennen gesteckt hatt, wurden nicht erreicht. Immerhin wollten beide in die Top-6 und somit konnten die beiden jungen Fahrer nicht ganz, wie angekündigt, überzeugen.


Einerseits muss man aber sagen, dass beide durch Fremdeinflüsse ihrer guten Ausgangslage beraubt wurden. Wollborn hatte eine Karambolage mit Marc Schlüter von Russia GP und musste, da die Rennleitung ihn als Schuldigen brandmarkte, folglich eine Durchfahrtstrafe einstecken. Genauso wie Barwig, der sich nach einem Überholversuch von Jan Winter (Beta Guilia) im Kiesbett wiederfand. Dazu gab es für ihn auch eine Durchfahrtstrafe, was in Barwigs Augen auch eine „klare Fehlentscheidung seitens der Rennleitung war“ und ihm „das Rennen nahm“.


Andererseits zeigte auch der lange Kampf zwischen Winter und Barwig, sowie zwischen Schlüter im Russia GP und Wollborn, dass mittlerweile die Gefahr droht mit dem Newman in das obere Mittelfeld abzurutschen. Ganz klar widersprüchlich zum gesetzten Saison-Ziel: Mitspracherecht im WM-Titel Kampf. Dazu mag auch gesagt sein, dass nach dem ereignisreichen Rennen im Albert Park, mit den Teams Cliffort Royal Racing und Clipper Motorsport im Kampf um die Krone zu rechnen ist. Ob man sich im Südafrika Grand Prix beweisen kann, ist noch vollkommen offen, denn mit der Konstellation Newman - Kyalami ist Wollborngar nicht zufrieden. Das Auto macht was es will und ich muss sehr viel Aufwand betreiben, um schnell mit dem Boliden zu sein“. Auch sein Teamkollege ist mit dem Fahrzeug unzufrieden: „Aktuell können wir unseren Gewichtsvorteil im Vergleich zu den anderen Teams nicht nutzen und unser Motor ist derzeit einfach nur schlecht.“


Somit ist die Ausgangslage für den Großen Preis von Südafrika am Sonntag bei Newman für wichtige Matchpoints nicht gerade optimal. Hinzu droht ein Regenrennen, wo das ganze Fahrerfeld beim ersten Mal in dieser Saison seine Probleme haben wird. Beide Piloten geben sich kampfbereit und wollen Wetter unabhängig am Sonntag Punkte einfahren. Sogar Wollborn erhofft sich ein Regenchaos, was vor allem auch spannend für die Zuschauer wäre. Zudem erwies sich der Weltmeister von 2019 gerade in der letzten Saison wieder als starke Regenfahrer.


Da sich beide Piloten kämpferisch geben, ist die Chance groß, dass im Rennen am kommenden Sonntag eine Ernüchterung kommt. Aber beide sagen auch, dass die WM nach einem oder zwei Rennen noch nicht entschieden ist und man zunehmend mit Newman rechnen kann. Deren Ingenieure arbeiten ergiebig daran das Auto besser zu machen und vor allem in der zweiten Saisonhälfte könnte man vorne wieder vermehrt den weißen Boliden sehen.


Hier findest du die aktuellen Trainingszeiten zum Südafrika GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202021



Autor: Johannes Greulich