VFC-Südafrika Analyse: Beta Guilia - Unterschätzter Auftakt


Auch wenn es im Nachhinein auf dem Papier nicht so aussah: Beta Guilia darf man wohl zu den positiven Überraschungen des Saisonauftaktes zählen. Vor dem Grand Prix in Australien kam vor allem noch Unverständnis über die gewählte Übersetzung der Italiener auf. Nach dem Rennen dürften deutlich weniger danach gefragt haben. Gerade VFC-Debütant Jan Winter, welcher für Stammfahrer und Teamchef Johannes Greulich antrat, erwischte einen weitestgehend positiven Rennabend. Trotz eher rennstarkem Durzaam Reifen schaffte Winter bereits in der Qualifikation überraschend den Sprung auf Platz zehn während Daniel Bentenrieder als Stammfahrer lediglich von Platz dreizehn ins Rennen ging. Eine erste Ansage, hat Bentenrieder doch normalerweise gerade im Qualifying seine Stärken.


Ein Bild, welches sich im Rennen fortsetzte, während Bentenrieder zeitig zurückfiel und im Laufe des Rennens kaum mehr Kandidat für die Punkteränge wurde, kämpfte Ersatz Winter um die Top-8. Der Traum von Punkten im ersten Rennen wäre wohl in Erfüllung gegangen, wäre da nicht dieser eine unsaubere Moment gewesen, als Winter im Mittelsektor in der schnellen Schikane versucht hätte, Yannik Barwig (Newman Racing) zu überholen. Die Fehleinschätzung hatte Konsequenzen. Die anschließende Kollision warf Winter zu weit zurück um noch einmal nach den Punkten greifen zu können. So konnte man sich mit dem abschließenden vierzehnten Platz nur teilweise zufrieden geben.


Bedenklich allerdings ist für den Rennstall diese Stärke des Jan Winter, welcher den vermeintlich besseren der beiden Stammfahrer in Australien schlug. Mit dem Blick auf den kommenden Südafrika Grand Prix werden die Aussichten also nicht gerade besser. Johannes Greulich ist zurück im Cockpit und tut sich auf den ersten Trainingsrunden erwartungsgemäß schwer. Dass für den Rennsonntag nun tatsächlich ein Regenchaos als nicht mehr unwahrscheinlich gilt, hilft bei der Vorbereitung kaum. "Beim jetzigen Stand habe ich sogar im Trockenen Probleme beim Geradeaus fahren, was soll das mit Regen werden?" ließ Greulich verlauten. Kein Wunder, sollte der Kurs dem Auto wohl noch weniger entgegenkommen als der Albert Park in Melbourne.


Ob Daniel Bentenrieder stattdessen das Zepter ergreifen kann um den Punktekampf mit aufzunehmen wird wohl die große Hoffnung sein. Andererseits ist im Regen mehr möglich als man beim Team selbst wohl glauben mag.


Hier findest du die aktuellen Trainingszeiten zum Südafrika GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202021



Autor: Julian Kopp