VFC-San Marino Analyse: Beta Guilia - Die Auferstehung des Daniel Bentenrieder

Aktualisiert: Apr 15


Grün ist die Farbe der Hoffnung. Ob Beta Giulia diese Farbe in Konstellation mit Weiß extra so gewählt hat, dürfte nicht genau geklärt werden können. Den guten Saisonauftakt der Italiener sollte man aber nicht nur auf die Farbe des Boliden beziehen, sondern auf den Wagen und die Fahrer selbst.


Obwohl das Gesamtpaket des italienischen Teams anfangs eher auf Ungläubigkeit oder das ein oder andere spöttische Lächeln stieß, so war man doch vom Konzept des Wagens überzeugt. Der starke Motor und das auf Geschwindigkeit ausgelegte Aero-Paket hat bisher für mehr Furore gesorgt als das es denn Konkurrenten lieb wäre. Viele gingen davon aus, dass die Betas nur auf wirklichen Topspeed-Strecken wie Österreich oder Monza richtig mitmischen können. Aber die letzten beiden Rennen zeugen vom Gegenteil; Daniel Bentenrieder fand sich teilweise auf vorderen Plätzen wieder während sich die Konkurrenz am Topspeed des Beta Giulias die Zähne ausbiss.


Bentenrieder ist dabei vor allem der Fahrer, der die grüne Farbe des Autos und dessen Bedeutung förmlich charakterisiert. Seine Konstanz in dieser Saison hat sich zu letztem Jahr merklich verbessert. "Wie ich schon mehrmals betont habe, er rockt in den Wochen vor den Rennen die Strecken und versucht durch immensen Trainingsaufwand seine Konstanz zu festigen." so Teamchef Greulich. So fuhr Bentenrieder aufgrund dieser Konstanz und seiner Grundschnelligkeit teilweise auf Platz 3 und hielt sogar Titelaspiranten Sven Schubert eine Zeit lang hinter sich. Am Ende reichte es dann für Platz 8. "Das hat er verdient, so weit vorne zu stehen und ich denke mit Beta Giulia hat er dafür das optimale Umfeld und das optimale Auto sich zu beweisen." so Greulich. Auch das Wohlgefühl bei dem Deutschen spielt eine Rolle, das vor allem durch seine Hardware-Änderungen eingekehrt ist bzw. sich verbessert hat. Bentenrieder ist somit die größte Hoffnung für Beta Giulia und einer, der bei weiter konstanten Leistungen die Aussicht auf ein Top-Team hat.


Auch Teamchef und Fahrer Johannes Greulich ist für seine Verhältnisse stark unterwegs. Seine bisherigen Rennen sind als gute Ergebnissen zu quittieren. Das Greulich nicht der schnellste Fahrer im Feld ist, ist dem Deutschen bewusst. "[...] zwischenzeitlich fand ich mich auf Platz 14 wieder und konnte so mal kurzzeitig ein tolles Ergebnis für mich aufweisen." Greulich geht es dieses Jahr ohnehin eher um den Spaß und die Erfüllung eines persönlichen Traums, einmal VFC zu fahren. Und mit diesem Anspruch schlägt er sich gut.


Auf den San Marino Grand Prix schaut man allerdings nicht ganz so optimistisch auf das Rennen. "In Imola rechne ich mir nicht viele Chancen aus, da wir einerseits noch mit dem alten Motor fahren werden und andererseits die Strecke technisch sehr anspruchsvoll für den Fahrer sein wird. Besonders für einen BG-Piloten. Jedoch immerhin haben wir ein Aero-Upgrade bekommen und es wird interessant zu sehen wie das Auto dann liegt." so Greulich. Man wird sich auf den Geraden zu verteidigen wissen und den ein oder anderen Konkurrenten auch überholen. Allerdings werden die kurvenreiche Teile der Strecke die Achillesferse des Beta Giulias sein, was ein Bentenrieder in seiner momentanen Phase aber auszugleichen weiß. Nur der bis jetzt angekündigte Regen am Renntag könnte die Aussicht auf ein weiteres Top-10 Ergebnis möglicherweise zunichte machen.



Hier findest du die aktuellen Trainingszeiten zum San Marino GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202021



Autor: Jörn Dicks