VFC-San Marino Analyse: Equipo Saldo - Die unterschätzten Spanier


Für Saldo läuft bisher alles nach Maß und darüber hinaus. Zu Anfang der Saison noch als ein Team eingeschätzt, dass nur im hinteren Mittelfeld fahren wird, muss man mittlerweile von dieser Aussage deutlich abweichen. Die Equipo Saldo gehört aus dem Mittelfeld heraus zu den ersten Verfolgern der Top-Teams.


Hierzu hat die ungewöhnliche Konstanz des Autos auf den jeweiligen Strecken beigetragen. In Australien und Südafrika, also kurvenreichen Strecken, funktionierte der Wagen genauso gut wie in Brasilien mit seinen langen Geraden. Somit ist zu konstatieren; die Equipo Saldo hat ein Auto mit einem starken Allroundpaket geschaffen, dass bisher keine großen Schwächen aufgewiesen hat. Dadurch konnte man die Konkurrenz von Cesario oder VM in Südafrika respektive Brasilien ärgern und wichtige Punkteergebnisse einfahren. Gerade beim letzten Rennen erwiesen sich die Saldo-Piloten als Dorn im Auge für die Strategien der Top-Teams. Mit der momentanen Punkteausbeute steht man zu diesem Zeitpunkt auf Platz 4 da. Sogar Newman lässt man hinter sich, die in Brasilien aufgrund der Startkollision einen miserablen Renntag erlebten.


Die ungewöhnliche Konstanz des Autos spiegelt sich auch bei den Fahrern wieder. Luca Zorn und Jannik Maleika kommen mit dem Wagen gut zurecht, gerade Maleika scheint sich deutlich wohler zu fühlen als in der Saison zuvor. Dies spiegelt dann auch seine Leistung in Brasilien wieder, die mit Kyalami zusammen als eine seiner Besten zu bewerten ist. Der Berliner kann trotz des Makels in Australien somit auf ein positives, erstes Saison-Sechstel zurückschauen. Hilfreich ist dabei wohl auch die gute Beziehung Maleikas zu seinem Teamkollegen Luca Zorn. Der Schweizer kann ebenso mit den drei ersten Rennen mehr als zufrieden sein. Die Leistungen sind weiterhin konstant und an Schnelligkeit mangelt es Zorn ohnehin nicht. Gerade die starke Performance in Brasilien sollte Zorn weiter optimistisch stellen.


Es spricht somit nichts dagegen, dass man in Imola an die guten Ergebnisse anknüpfen kann. Mit dem starken Paket des Saldos sollte man auf der langen Geraden sowie den kurvenreichen Teil wieder konkurrenzfähig sein und sich im vorderen Mittelfeld wiederfinden. Nicht zu unterschätzen ist aber der angekündigte Starkregen, allerdings haben vor allem Maleika und auch Zorn gezeigt, dass sie unter sehr nassen Bedinungen gut zurecht kommen. Die Pole von Maleika auf der schnell nass werdenden Strecke in Südafrika sowie das aus letztem Jahr erfahrene Podium von Luca Zorn in Belgien zeugen davon. Läuft also alles halbwegs nach Plan für die Spanier, so ist einer weiteren, hohen Punkteausbeute nichts entgegen zu setzen.


Hier findest du die aktuellen Trainingszeiten zum San Marino GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202021


Autor: Jörn Georg Dicks