VFC-Spanien Analyse: Cliffort - Die Klärung der Cockpitfrage


Für das Cliffort Royal Racing Team verliefen die letzten Wochen turbulent. Nach dem verkorksten Brasilien Grand Prix verlor das Team mit Aleksandar Knezevic ihren WM-Führenden und mussten sich um gleichwertigen Ersatz kümmern. Nach dem ersten Rätsel-raten sollte D2-Nachwuchspilot Philipp Feckeler für den San Marino Grand Prix ins Lenkrad greifen. Doch auch hier kam private Angelegenheiten dazwischen. Schließlich stand der KFZ-Schubert Manziel Fahrer Morgan Freeway als Notlösung fest. Auch er fährt normal-erweise in der D2 und hatte keine 24 Stunden Zeit zur Vorbereitung.


Dementsprechend schwierig gestaltete sich sein Imola Rennen. Auf Grund technischer Probleme war eine saubere Performance für den VFC-Comebacker kaum möglich. Am Ende blieb es bei einem unspektakulären Rennabend. Cooper McAllister hingegen sorgte für Hoffnung im Rennstall von Dominic Röhken. Nach einer tollen Aufholjagd sicherte sich der Australier noch Rang fünf und zeigte auch, wie überholfähig der Cliffort mitterlweile auf der Strecke ist. Dennoch büßte das Team in den letzten beiden Grand Prix im Gegensatz zur guten Ausgangslage nach Saisonstart wichtige Punkte ein. Die Lösung für alle Probleme schien nun nach dem Rennen in Imola endlich gefunden zu sein. Mit Fabian Walter holt man sich für den Rest der Saison einen vielversprechenden zweiten Fahrer ins Team. Der Neuling, welcher eigentlich innerhalb der Division 2 für 404 MG Falcon starten sollte, darf nun doch schon in der Königsklasse antreten. Nach den ersten Runden gibt sich der Rookie zwar optimistisch aber bodenständig: "Das Gefühl für Sonntag ist eigentlich ganz gut, Quali wird nix Großes werden. Gut Jerez liegt mir eh nicht, kannte die Strecke davor nur vom Hören her , von daher sehe ich das als Testrennen für die Reifen, Windschatten usw."


Die bisherigen Trainingszeiten zumindest können Hoffnung geben. Walter scheint sich schnell eingewöhnt zu haben und liegt in den Hotlaps nur knapp über drei Zehntel hinter dem Teamkollegen McAllister. Eine gute Punkteplatzierung könnte somit für beide machbar werden. Die Strecke sollte dem Wagen grundsätzlich sehr entgegen kommen. Dement-sprechend positiv hält sich der Australier derzeit nach außen: "In Spanien wird die Taktik das Rennen entscheiden. Unser Auto ist im Rennen stärker als im Qualifying und leider kann man in Jerez schwer überholen. Es wird schwierig, wie Nico Postcämper sagen würde. Die Zusammenarbeit mit meinem neuen Teamkollegen ist sehr gut und wir konnten schon einiges am Fahrzeug verbessern."

Teamchef Röhken darf sich also derzeit einige Hoffnungen machen in Jerez wieder ein gutes Teamergebnis einfahren zu können. Wie gut das beiden Piloten gelingt bleibt letztlich abzuwarten, denn eine derzeitige klare Prognose fällt auf Grund der geringen Abstände äußerst schwer.



Hier gehts zu den aktuellen Trainingszeiten des Spanien GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202021



Autor: Julian Kopp