VFC-Spanien Analyse: Manziel - Ein steiniger Weg zu den Punkten


Für das Comeback-Team Manziel GP lief die bisherige VFC-Saison 2021 besser als gedacht. Mit bereits sechs Zählern aus den ersten vier Rennen hätte der Rennstall um Teamchef Travis Carter sicher nicht gerechnet. Dazu trug vor allem eine Person bei. Mit Sebastian Steinhauer holte sich Carter vor der Saison scheinbar einen Punktegaranten ins zweite Cockpit.


Der beste Beweis? Steinhauer sicherte sich beim vergangenen San Marino Grand Prix erstmals einen Platz in den Top-10 und holte so zum dritten Mal in Folge Zähler für den Rennstall. Eine Ausbeute die sich jedoch nur minimal auswirkt. Travis Carter selbst konnte in Imola keine Akzente setzen, abermals und so lag es bisher vor allem an Steinhauer das Team in der Konstrukteurs-WM voran zu bringen. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Durch das dynamische Mittelfeld, in welchem es eng zu geht und doch einige Fehler gemacht werden, konnte bisher jeder mindestens einmal profitieren. So in Imola geschehen beim Razor GP Team. Zuvor mit Null Punkten und der roten Laterne gesegnet sackte man durch Fehler der Konkurrenz fünf Punkte ein und steht damit nur noch einen Punkt hinter Manziel GP. Auch Teams wie R-cademy und SCMM konnten wieder punkten und das hintere Feld spannend halten. Desto wichtiger wird es auch für das junge Team weiter fleißig Punkte zu holen wenn sich die Situation ergibt. Gerade auch Travis Carter steht hier unter Zugzwang seinen Teamkollegen zu unterstützten. Bisher holte die GSO Legende noch keinen einzigen Punkt, war entweder Off-Pace oder erlebte kuriose Pechsituationen wie in Brasilien als er auf einem fremden Heckflügel surfend abflog.


Beim morgigen Rennen in Jerez wird man allerdings keinen leichten Stand haben. Der eher auf Topspeed ausgelegte Wagen scheint auf der kurvenreichen Strecke starke Probleme zu haben. Zumindest in den Hotlaplisten gelang dem Team in der bisherigen Vorbereitung kein Ausrufezeichen. Der Teamchef gibt sich daher bescheiden mit Blick auf das morgige Rennen: "Punkte wird schwer. Da wir im Quali eh weiter hinten anzusiedeln sind und das Auto nicht unbedingt für die Strecke gemacht ist und noch dazu kommt, dass man eh nicht überholen kann, können wir das Punktethema schnell ad acta legen. Dazu kommt noch die Reifenthematik, die ein großes Fragezeichen hinterlässt. Aber gerade Steini ist immer für eine Überraschung gut! Letztendlich sind wir froh, wenn das Rennen beendet ist und Jerez aus dem Kalender fliegt."


Manziel GP reist also ohne große Erwartungen nach Spanien. Unter der warmen Sonne des südeuropäischen Landes könnte aber gerade dadurch die ein oder andere Überraschung möglich werden.


Hier gehts zu den aktuellen Trainingszeiten des Spanien GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202021


Autor: Julian Kopp