VFC-Spanien Analyse: Newman - Wohin geht die Reise?


Die bisherige Newman´sche Saison ist bisweilen durch ein heftiges auf und ab gespickt. In den ersten vier Rennen konnte Jannis Wollborn immerhin dreimal in die Punkte fahren, jedoch bisher nur wenige wichtige Punkte für den Kampf um den WM-Titel holen. Während Wollborn mittlerweile insgesamt 24 Punkte hat, haben die WM-Führenden um Schubert 49 und Schmidt 42 Zähler aufzuweisen. Bei Yannik Barwig sieht es da viel schlimmer aus: Er kommt auf vier Punkte und die konnte er nur mit einem neunten Platz in Südafrika einfahren. Das zeigt, dass besonders Barwig sich steigern muss, um seinen Teamkollegen im WM-Kampf pushen zu können: „Wir müssen einfach bessere Leistungen auf der Strecke abrufen. Höhere Aufmerksamkeit und bessere Konzentration sind ein Baustein zum Erfolg“, sagt der junge Fahrer.


Hohe Aufmerksamkeit und Konzentration sind ganz wichtig beim kommenden Renn-wochenende in Jerez. Sie gilt als reine Handlingstrecke, wo die Stärken des Newmans liegen könnten, ähnlich wie in Kyalami, als Barwig seine einzigen Zähler der Saison einfahren konnte. Immerhin herrschen gleiche Voraussetzungen für ihn: „Wir sind etwas näher dran und vielleicht können wir ein Auto aufs Podest bringen.“ Ein Platz auf dem Podium ist genau das, was ein Wollborn für den WM-Kampf braucht. Immerhin schreibt er sich und das Fahrzeug für die Strecke in Spanien nicht komplett ab, denn es steht ein Aero-Upgrade an, das man dringend für den Grand Prix benötigt. Verbunden mit einem optimal eingestellten Newman und einem Wollborn in Topform könnte in Jerez doch viel drin sein. „Ich hoffe ja, dass ich als Fahrer genug aus der Karre noch rausquetschen kann“, gibt sich Wollborn kampfeslustig.


Betrachtet man den Kampf auf der Strecke, so sieht man immer wieder, dass besonders die Aktionen mit und gegen Schlüter im Russia GP die Rennen von Wollborn bestimmen. Auch in Imola hat es von der Rennleitung wieder geheißen: „Aktion zwischen Wollborn und Schlüter: no further actions.“ Der Weltmeister von 2019 sah sich hier als Opfer: „Ich habe daran keine Schuld, wenn er zweimal in mich einlenkt als, wenn ich nicht da wäre. Ich kann ihn schon länger nicht mehr ernst nehmen und rechne schon immer mit mindestens einer Berührung.“ Da baut sich mittlerweile ein Zündstoff auf, den es von der Rennleitung zu löschen gilt. Immerhin war es in Imola nicht das erste Mal in dieser Saison, dass das Duo Schlüter-Wollborn negativ aufgefallen ist. Vielleicht sollte man hier die beiden Streithähne in einem separaten Gespräch beruhigen, sodass die beiden wieder durch Racing glänzen können und nicht durch den mit Kollision geprägten Kampf.


Ob und wie sich die beiden Kontrahenten, sowie Yannik Barwig beim Großen Preis von Spanien machen, seht ihr am morgigen Sonntag um 18 Uhr beim Youtube Livestream der GSO. Es wird ein spannendes Rennen anstehen, wo die Karten neu gemischt werden könnten, denn immerhin sollte man weiterhin mit einem Newman rechnen. Sie gehören nach vorne und in Jerez könnte es wieder soweit sein.


Hier gehts zu den aktuellen Trainingszeiten des Spanien GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202021


Autor: Johannes Greulich