VFC-Spanien Analyse: SCMM – Das Pech endlich abschütteln


Nach vier Rennen in der diesjährigen VFC Saison kann man zu SCMM festhalten, dass deren Auto von allen neuen Teams am besten funktioniert und eine überraschend starke Pace aufweist. Was man bisher allerdings nicht hatte, war das letzte Quäntchen Glück. Denn das war beim italienischen Rennstall bisher kaum bis gar nicht vorhanden.


So auch in Imola. Zwar reichte es durch den 1. Fahrer und Teamchef Gino Gaggiano wieder zu einem Punkteresultat auf Platz 11. Aber es wäre deutlich mehr drin gewesen. In der Qualifikation standen beide SCMMs auf Platz Sechs respektive Neun. Und durch einen sehr starken Start fuhren beide kurzzeitig auf Platz sechs und sieben, außerdem stimmte die Pace der beiden Piloten. Doch aus einer perfekten Startphase wurde schnell ein Albtraum. Gaggiano war in der Box beim ersten Stopp zu schnell und musste aufgrund einer Strafe viele Plätze abgeben. Währenddessen fuhr Rütt vorne weiter seine Kreise, bis er aufgrund von mehreren Strafen, ebenfalls durch zu schnelles Fahren in der Boxengasse, von Platz 4 auf Platz 14 zurückfiel. Für SCMM also ein unglaublich enttäuschender Rennabend.


Dies will man eigentlich in Jerez vergessen machen. Allerdings erwartet Teamchef Gaggiano ein schwieriges Rennen für sich und seinen Teamkollegen/Fahrer: "Es ist leider eine Strecke die für uns mehr Nachteile als Vorteile hat, wenn man sich beispielweise den Reifenverschleiß anschaut. Und das Auto generell ist eher weniger für diese Art von Strecken ausgelegt. Vielleicht kommt uns der Regen etwas entgegen. Für uns wird es in allen Belangen ein Kampf." Man wolle sich dementsprechend darauf konzentrieren, ein fehlerfreies Rennen zu fahren, was in der Hitze von Spanien und der reifenfressenden Strecke schon so eine Herausforderung werden kann und wird.


Alexander Rütt stand ebenfalls für eine Aussage zur Verfügung und antwortete, angesprochen auf das zurückliegende Rennen mit Galgenhumor: "Gutes Ergebnis war möglich, haben es vergeigt. (lacht)". Bezüglich des kommenden Rennens in Jerez sieht der Deutsche nach vier enttäuschenden Rennen aber endlich Licht am Ende des Pechtunnels: "Mal schauen wo wir uns befinden, ich selbst bin stand heute noch keine Runde gefahren und kann derzeitig zur Pace noch keine "verlässliche" Aussage treffen. Auf der einen Seite bin ich froh, dass ich Aufzeigen konnte was geht, wenn ich nahezu fehlerfrei fahre, auf der anderen Seite muss ich aber weiter hart trainieren damit ich endlich ein Rennen komplett ohne Fehler beende."


Das Rennen in Jerez wird für SCMM definitiv kein Einfaches. Die spanische Hitze wird den Reifen zu schaffen machen und die schwierig zu fahrende Strecke wird den beiden Fahrern alles abverlangen. Sollte die Leistungskurve bei Rütt jedoch weiter nach oben zeigen und Teamchef Gaggiano das Beste aus dem Auto machen, so könnte SCMM wieder um die Punkte mitkämpfen können. Man muss nur hoffen, dass auch die Begrenzer bei SCMM dieses Mal richtig funktionieren werden.


Hier gehts zu den aktuellen Trainingszeiten des Spanien GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202021


Autor: Jörn Georg Dicks