VFC - Stimmen zum Australien GP 2022

Platz 1: Jannis Wollborn (Scuderia Cesario)

„Ich hatte darauf gehofft, dass die vor mir einen Fehler machen, weil auf der Geraden kamen wir nicht vorbei. Also unser Begrenzer war ein bisschen zu niedrig. Nicht jeder war heute fehlerfrei, am Ende hab ich das irgendwie über die Bühne geschaukelt, wahrscheinlich mit den wenigsten Fehlern.“

„Endlich mal eine Strecke, die Spaß macht. Also Brasilien ist eigentlich eine Strecke, die ich mag. Letztes Jahr nicht so gute Erfahrungen gemacht, da können ja meine beiden anderen Interviewgäste nochmal was dazu sagen. Also ich freue mich drauf.“


Platz 2: Pascal Pohlenz (Clipper Motorsport)

„Wir haben von vorne rein gedacht: „Wir machen mal die Kiste voll und schauen mal wo es uns hinbringt“. Dann mitten im Rennen habe ich ja geswitcht, dass ich doch zwei Stopps mache, weil ich mir gedacht habe, mit den Safety Cars könnte es so weitergehen. Dann wäre die Ein-Stopp nicht mehr ganz so hilfreich gewesen. Aber ja, das letzte Safety Car kam dann leider sechs Runden zu spät, sonst hätte es vielleicht für P1 reichen können, aber so ist das auch vollkommen in Ordnung.“

„Das Teamergebnis ist mega für uns! Also er (Rouen Meschede) hat zwar Fehler gemacht klar, aber erstes Mal im Auto gesessen und sofort so abzuliefern sag ich mal ist für Clipper auf jeden Fall nicht verkehrt und sieht auch in der K-WM weiter ganz positiv für uns aus, sodass wir gerade mit Cliffort den ersten Platz teilen können.“


Platz 3: Sven Schubert (Newman Racing)

„Ich habe keine Ahnung wie, aber irgendwie also ich bin … sprachlos. Niemals damit gerechnet. “

„Ja komplett eigene Dummheit mich da wegzudrehen im letzten Sektor und da mein Frontflügel dadurch zu verlieren. Dann Auto vollgemacht und genauso wie bei Pascal (Pohlenz) geschaut, wo es einen hinträgt. Das letzte Safety Car kam perfekt für mich, sodass ich gerade mein Auto vollmachen konnte und dann am Ende durchfahren konnte.“


Platz 4: Yannik Barwig (Cliffort Royal Racing)

„Das Resultat nehme ich so natürlich gerne mit. Von der Pace ist definitiv noch Luft nach oben. Wie man aber bereits in den ersten beiden Rennen gesehen hat, wird konstantes Fahren meistens belohnt. Mit etwas mehr Glück wäre auch ein Podium möglich gewesen. Podien möchten wir natürlich als Team einfachen, haben uns nach zwei Rennen aber auch ohne Podium an die Spitze der Konstrukteure gesetzt. Wenn wir diesen Titel gewinnen ohne ein einziges Podium, dann unterschreibe ich das sofort. Jetzt müssen wir konzentriert weiter arbeiten an unserem Setup, dann wird sich der Erfolg in den kommenden Rennen bestätigen.“


Platz 7: Rouven Meschede (Clipper Motorsport)

„In der letzten Runde (in Q3) habe ich meinen besten ersten und zweiten Sektor gefahren, aber dann habe ich mich in der letzten Kurve zerlegt und damit P3 weggeworfen. Am Ende P9, was für das erste Mal sehr gut ist, aber leicht frustriert, wenn man weiß man hätte es so viel besser machen können.“

„Rennstart verlief nicht gut, aber auch nicht schlecht. Mir was schon von Anfang an klar, dass ich später über die Strategie nach vorne kommen werde. Unglücklich war, dass ich nicht wusste, dass man keine eigene Box für sich hat, sondern die mit dem Teammate teilt. Deswegen stand ich 15 Sekunden hinter Pascal (Pohlenz) fest. Aber nach dem zweitem Safety Car bin ich theoretisch auf Platz 1 gewesen, da die vor mir noch an die Box müssten, aber dann hatte ich den ersten Spin, der mich hinter Jannis (Wollborn) und Alex (Kraft) gebracht hat – die passieren, wenn du die ersten Rennen fährst. Durch das Rennen habe ich auf jeden Fall mehr Selbstvertrauen bekommen und das Ziel ist immer noch die Titeljagd (in der D2).“


Platz 8: Sebastian Steinhauer (Manziel GP)

„Offen gesprochen, war ich auch einer der Skeptiker dieser Strecke, zumal ich bislang noch nicht das Trainingspensum hinlegen konnte, das ich selbst wollte. Vielleicht fehlte aufgrund der Vorzeichen auch die Motivation. Jedenfalls war ganz klar, dass ein sauberes und unauffälliges Rennen der Schlüssel zu Punkten war und das war meine Herangehensweise. Kyalami war dabei jedoch ein Dämpfer, da man die persönlichen Erfolge wiederholen wollte, aber sowas passiert.“

„Was Alex da abliefert ist der Wahnsinn. Wir wissen was das Auto kann und nach dem letzten Jahr ist das Balsam für die Seele, vor allem für Travis denke ich. Ich bin ziemlich sicher, dass Alex jetzt noch mehr Blut geleckt hat und bald seinen ersten Sieg einfahren kann.“


Platz 10: Fabian Jungbluth (Equipo Saldo)

„Wir als Team sind sehr glücklich über die gesammelten Punkte. Wir habs uns mit der Strategie am Ende gut nach vorne gefahren. Wir hoffen, uns dauerhaft in den Top 15 festzusetzen und einige Punkte mitzunehmen.“

„Und lasst euch nicht von den anderen beirren – ich habe das Indy500 schon zweimal gewonnen!“


Platz 20: Marc Schlüter (Falcon Russia GP)

„Meine letzte Runde in Q2 war denke ich meine beste Qualirunde aller Zeiten. Ob sie perfekt war, kann sein. Sie war jedenfalls perfekt genug um Pole zu holen.“

„Beim ersten Stop in Runde 11 wurde ich ohne Grund paar Sekunden gehalten und hab so ich die Position gegen McAllister und Wollborn verloren. Beim vorletzten FCY/SC hat ich wohl einen Totalausfall. Wollborn hat vorne um seine "Reifen aufzuwärmen" kurz nochmal Vollgas gegeben weswegen unser Ingenieur gedacht hat es geht los und mir das Go gegeben. Dann bin ich halt Hess leicht aufgefahren und hab meinen Frontflügel verloren und ab da kam dann wohl der Totalausfall. Ich war verwirrt warum Hess nicht losfährt und dann ist mir aus meiner eigenen Dummheit Bentenrieder aufgefahren. Ab da hieß es nur noch das Auto ins Ziel zu bringen für die Entwicklung.“

„Ein sehr großer Rückschlag der immer noch tief sitzt. Ich weiß aber, dass ich die Pace habe und das Auto auch. Ich muss nach vorne schauen und die Leistung aus Bathurst, bevor es komplett schief lief wiederholen. 21 Punkte Rückstand auf Wollborn nach 2 Rennen ist schon viel; aber es sind noch 16 Rennen. Ich gebe nicht auf!“




Platz 15: Jörn Dicks (Blue Horns Volksmobil)

„Dass wir in der Qualifikation in im ersten Segment scheiterten, war eine halbe Überraschung. Alex hat mit deutlich mehr gerechnet, weil er vor allem so gut aussah in den Trainings. Ich wusste von Anfang an, dass ich in Q1 festbleiben würde, weil ich mit der Strecke schlicht und ergreifend nicht klar gekommen bin. Fokus war daher aufs Rennen gelegt. Das hat ja auch in der ersten Phase für Alex und mich super funktioniert. Wir konnten uns nach vorne arbeiten und waren schnell in den Punkten, alles lief nach Plan. Und dann geht mir oben auf dem Berg auf den Kerb einfach das Auto weg, was mir in den Trainings nicht einmal passiert war. Einfach extrem unglücklich und es hat mich geärgert. Richtig leid hat es mir am Ende dann für Alex getan, der ein unglaublich starkes Rennen gefahren ist und der dann einfach plötzlich das Auto auch da verliert, wo es in den Trainings nie zu Problemen kam.“



Autor: Larry Fischer