Winter dominiert beim D2 Auftakt - Pures Racing nach Startchaos in Barcelona




Mit Spannung war der Auftakt der D2 Saison 2021 erwartet worden und die Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Zum ersten Rennen gab es neben einer engen Qualifikation und einem heftigen Startcrash noch pures Racing zusehen. Die Division 2 sammelt Sympathiepunkte für die Zukunft.


Bereits in der Qualifikation kristallisierten sich die TDD by Kostec Fahrer zu den Favoriten des Rennens heraus. Zwar gelang Max Hayman kein Sprung in die erste Startreihe, mit seinem vierten Rang verpasste er die erste allerdings nur um nicht mal ein Zehntel. Während es hinter der Spitze also eng zuging war Teamkollege Jan Winter außerhalb aller Konkurrenz. Mit fast acht Zehnteln Vorsprung sicherte sich der Kostec Fahrer die Pole-Position und bewarb sich so als klarer Favorit für das anstehende Rennen. Als einer der größten Konkurrenten empfahl sich derweil Peter Andrews (Volksmobil). Der VM-Teamchef, welcher kurzfristig für Pascal Höll eingesprungen war sicherte sich knapp vor der Konkurrenz den zweiten Rang. Sein Teamkollege Dominic Rustemeier konnte die starke Trainingsform erst einmal bestätigen und ging von Platz sechs ins Rennen. GSO-Legende Patrick Newman ging von Rang acht ins Rennen. Ärgerlich geriet die Qualifikation für den Afelian Racing Fahrer Jörn Dicks. Seine beste Rundenzeit, welche für den dritten Rang gereicht hätte, wurde ihm aberkannt und so startete Dicks von Platz sechs.



Zum Start herrschte erst einmal technisches Chaos. Nachdem einige Piloten, darunter auch beide TDD by Kostec Fahrer, es versäumten in die Startaufstellung zu gehen, startete das Feld mit deutlichen Lücken. Anschließend skippte die Aufwärmrunde und so begann das Rennen mit dem dezimierten Feld, welches sich irritiert zeigte. Nach einer Kollision beider Volksmobil Fahrer, entstand eine Kettenreaktion mit vielen Blechschäden. Das Rennen wurde daraufhin neu gestartet, eine gute Nachricht für die Kostec Piloten, welche damit eine zweite Chance bekamen aus dem Grid zu starten. Die zweite Freigabe gelang dem Division 2 Feld dann deutlich besser. Dabei konnten sich vorallem die TDD by Kostec durchsetzen. Jan Winter verteidigte seine Führung während sein Teamkollege Hayman sich direkt zum Start den zweiten Rang sicherte. Peter Andrews (Volksmobil) verlor zwar auf den ersten Metern, konnte sich mit einem starken Manöver in der ersten Kurve aber vor Jörn Dicks (Afelian) auf dem dritten Rang festigen.


Während sich in der Folge so die ersten fünf Piloten vom restlichen Feld absetzten entstand weiter hinten ein Super-Train. Von Rang sechs bis dreizehn entstand eine große Kampftruppe, welche tolle Kämpfe und Überholmanöver bot. Mittendrin: GSO-Legende Patrick Newman (Archer Racing). Nach seinem VFC-Rücktritt dürfte er sich über die tollen Zweikampf-Erfahrungen gefreut haben. Mit von der Partie waren mit Tobias Dorsch (WR Racing) und Dominic Rustemeier (Volksmobil) zwei Piloten, welche durchaus mit der Spitzengruppe hätten mithalten können. Für beide hieß es nach Zwischenfällen zu Beginn die große Aufholjagd anzutreten. Nach und nach entzerrte sich dann das Mittelfeld. Newcomer Dean Neels (Chapman Racing) und Althase Tobias Dorsch gelang es zuerst sich aus dem Gewühl zu befreien. Schnell schafften sie Abstand zu den restlichen Konkurrenten. Rustemeier hingegen schaffte den Sprung aus dem Verkehr nicht und blieb zurück.



An der Spitze hatte sich derweil eine abwartende Stimmung eingestellt. Alle Piloten fuhren ihren Stint herunter und keiner wagte taktische Risiken. Zur Mitte des Rennens kamen dann Max Hayman (TDD by Kostec) und Peter Andrews (Volksmobil) gemeinsam zum Stopp. Beide bewegten sich zuvor in einem Abstand von knapp einer Sekunde. Jörn Dicks (Afelian Racing) hingegen versuchte eine andere Strategie und fuhr erstmal weiter. An der Box gab es jedoch keine Positionsänderungen und auch Dicks hatte gegen die beiden Kontrahenten das nachsehen. Zudem überfuhr er eine Boxenlinie und fiel nach der anschließenden Durchfahrtsstrafe hinter Tobias Dorsch (WR Racing) zurück, welcher nun in Fahrt gekommen die schnellsten Runden fuhr.


Er war es auch, welcher am längsten auf den Reifen blieb und den einzigen Stopp erst in Runde 22 absolvierte. Dennoch gelang Dorsch nicht mehr der Sprung aufs Podium. Die beiden TDD by Kostec fuhren sicher auf den ersten beiden Plätzen ins Ziel. Peter Andrews konnte zuvor zwar Hayman unter Druck setzen, fiel aber nach einem Dreher zurück und schleppte das Podium vor Tobias Dorsch ins Ziel.



Hinter Jörn Dicks (Afelian Racing) kam schließlich Morgan Freeway (KFZ-Schubert-Manziel GP) über die Linie und setzte sich gegen Dean Neels (Chapman Racing) durch. Patrick Newman indes gab kurz vor dem Ende noch einen achten Rang aus der Hand. Durch einen Dreher fiel der Archer Pilot bis auf Rang zehn zurück und kam so auch ins Ziel. Der profitierende Dominik Rustemeier (Volksmobil) wurde achter und konnte so zwar die Erwartungen halbwegs erfüllen, mit seinen Rundenzeiten aber auch zeigen, dass ein Top-5 Platz nicht unerreichbar gewesen wäre.


Hinter ihm landete Debütant Phillip Feckeler (Cliffort Racing), welcher sich unter anderem gegen Stephan Gottwald (URL Racing), Marcel Miller (WR Racing), Leif Nordic (Chapman Racing) und Stefan Schubert (KFZ-Schubert-Manziel GP) durchsetzte. Jan Berberich (URL Racing) musste sein Rennen nach siebzehn Runden aufgeben und erlebte einen unzufriedenstellenden Abend.



Die komplette Wiederholung des Grand Prix findest du hier:




Autor: Julian Kopp